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Psychotherapie Methoden

Mein Schwerpunkt liegt in der Anwendung der NARM™-Methode. Dabei entscheide ich stets im Moment, welche Herangehensweise bzw. Methode für Sie am hilfreichsten ist. Anstatt fertige Lösungen vorzugeben, begleite ich Sie individuell und biete Ihnen neue Möglichkeiten, Überzeugungen und Verhaltensmuster, die Ihnen bisher als unverrückbar erschienen, genauer zu betrachten und zu hinterfragen. Dazu kann neben körperorientierten Verfahren auch die Gesprächstherapie zählen.


Neuroaffektives Beziehungsmodell (NARM)™

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM)™ ist eine therapeutische Methode, die darauf abzielt, gesunde Beziehungen zu fördern und innere Stärken zu aktivieren. Viele Schwierigkeiten im Erwachsenenleben hängen mit frühen Erfahrungen zusammen, in denen wir – oft unbewusst – bestimmte Denk- und Verhaltensmuster oder Überzeugungen entwickelt haben. Diese Überlebensstrategien waren damals sehr wichtig, können uns heute jedoch daran hindern, unser Leben frei und erfüllt zu gestalten.

In der Therapie geht es darum, solche alten Muster behutsam bewusst zu machen und zu verstehen, wie sie unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. NARM™ schaut dabei auch darauf, dass wir in belastenden Momenten manchmal nicht mehr klar wahrnehmen, was wir brauchen oder was uns wichtig ist. In solchen Situationen kann es passieren, dass wir blockiert sind und Fähigkeiten, die uns als Erwachsene eigentlich zur Verfügung stehen – zum Beispiel klar denken oder sprechen – vorübergehend nicht nutzen können.

Durch achtsames Zuhören und gezielte Impulse unterstütze ich Sie dabei, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Möglichkeiten zu finden, mit Stress oder starken Emotionen umzugehen. Das stärkt Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und gesunde Beziehungen zu führen.

NARM™ ist besonders hilfreich, wenn Sie mit überfordernden Beziehungsmustern, geringem Selbstwert oder emotionaler Erschöpfung zu kämpfen haben. Gemeinsam aktivieren wir Ihre Stärken und schaffen eine tiefere Verbindung zu sich selbst, damit Sie mit mehr Klarheit, Lebenskraft und Vertrauen durchs Leben gehen können.


Atemtherapie/Atemarbeit

Der Atem ist eng mit unseren Emotionen und unserem Körperempfinden verbunden. In Momenten von Schreck oder Angst halten wir oft unbewusst den Atem an und spüren, wie unser Körper erstarrt. Ähnlich verhält es sich bei einem schreienden Säugling, dessen Körper sich vor Anspannung ganz steif macht. Diese Reaktionen sind Schutzmechanismen, die helfen, intensive Empfindungen zu dämpfen und den Körper weniger wahrzunehmen.   

In der Atemtherapie nehmen wir den entgegengesetzten Weg: Durch bewusstes Atmen versorgen wir den Körper mit frischem Sauerstoff und richten die Aufmerksamkeit auf den Atemfluss. Diese Konzentration hilft, das Gedankenkarussell zu beruhigen und den Fokus auf den Körper zu lenken. Dabei können lange unterdrückte oder unbewusste Gefühle und Empfindungen in den Vordergrund treten – ein wichtiger Schritt zur inneren Veränderung.  

Das Ziel der Atemarbeit ist es, Ihren Gefühlen Raum zu geben, sie anzuerkennen und zu akzeptieren. Durch diesen Prozess können sich blockierte Emotionen integrieren und der Weg für positive Veränderungen wird frei.  


EMDR – Augenbewegungen zur Verarbeitung belastender Erlebnisse

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine bewährte Methode zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen, die über die reine Traumatherapie hinaus vielseitig einsetzbar ist. Sie basiert auf der natürlichen Fähigkeit unseres Gehirns, belastende Ereignisse zu verarbeiten.  

Ein zentrales Element der EMDR-Therapie ist die sogenannte bilaterale Stimulation, bei der Patient:innen mit den Augen den Fingern der Therapeut:in folgen, während diese sie abwechselnd nach rechts und links bewegt. Diese Augenbewegungen ähneln denen im REM-Schlaf, einer Phase, in der das Gehirn Erlebnisse verarbeitet.  

Zu Beginn der Therapie schafft die Therapeut:in einen sicheren Rahmen, um gemeinsam die belastenden Erinnerungen achtsam zu betrachten. Durch gezielte Sequenzen der Augenbewegungen können die damit verbundenen Emotionen gelöst und die Erinnerungen entlastet werden. Mit der Zeit verblassen die Symptome des Traumas, und die Betroffenen entwickeln eine neue, konstruktive Perspektive auf das Erlebte.


Voice Dialogue (Hal and Sydra Stone) – Innere Anteile entdecken und integrieren

Voice Dialogue ist eine Methode, die uns hilft, unsere inneren Persönlichkeitsanteile bewusst wahrzunehmen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Jeder Anteil wird willkommen geheißen, angehört und in seiner Funktion verstanden – ohne Bewertung oder Veränderungsabsicht.  

In einer Sitzung wird mit den einzelnen Anteilen gezielt gearbeitet. Dazu wird für jeden Anteil ein eigener Platz im Raum eingenommen, was eine klare Trennung vom „Ich“ ermöglicht und neue Perspektiven eröffnet. Während der Dialoge äußern die Anteile ihre Bedürfnisse, Gefühle und Standpunkte. Anschließend kehrt man in die Ausgangsposition zurück, was oft überraschende Einsichten und spürbare Entlastung mit sich bringt.  

Die Arbeit mit Voice Dialogue macht deutlich, dass wir mehr sind als die Summe unserer Anteile. Dieses Bewusstsein eröffnet neue Handlungsspielräume und fördert die innere Balance. Eine vertiefte Auseinandersetzung kann bei Bedarf in weiteren Sitzungen erfolgen.  


Arbeit nach Al Pesso

Die Pesso-Therapie ist eine wachstumsorientierte Methode, die davon ausgeht, dass jeder Mensch ein tiefes inneres Wissen darüber trägt, was er für seine persönliche Entfaltung braucht. Zu den grundlegenden Entwicklungsbedürfnissen zählen Platz, Schutz, Unterstützung, Nahrung und Begrenzung. Werden diese Bedürfnisse in der frühen Kindheit angemessen erfüllt, entwickeln wir ein gesundes Selbstwertgefühl und die Fähigkeit, Beziehungen positiv zu gestalten.  

Negative frühe Erfahrungen, wie Vernachlässigung oder grenzüberschreitendes Verhalten, können jedoch dazu führen, dass diese Bedürfnisse als „nicht in Ordnung“ empfunden werden. Oft werden sie unterdrückt, was Frustration, Angst oder Resignation zur Folge hat.  

Die Pesso-Therapie bietet die Möglichkeit, solche frühen Erfahrungen symbolisch neu zu verarbeiten. In einem geschützten Rahmen und durch unterstützende Rollenspiele werden heilende Gegenerfahrungen geschaffen, die alte Wunden emotional ergänzen und innere Balance fördern können.